Ein Stern namens Mama

Louise freut sich auf ihren elften Geburtstag, der mit der ganzen Familie und Mamas Jugendfreund Janni, den Louise besonders gern mag, gefeiert werden soll. Der geplante Sommerurlaub findet leider nicht statt, weil Mama wegen eines Knotens in der Brust ins Krankenhaus muss. Louise bekommt mit, dass der Knoten in der Brust Krebs heißt. Bei aller Sorge um Mama kann Louise ihre vielen Fragen bei ihr und vor allem bei Janni los werden und bekommt ehrliche und einfühlsame Antworten. Papa dagegen entzieht sich ihr, weil er mit seiner eigenen Verzweiflung beschäftigt ist. Verzweiflung und Hoffnung wechseln sich ab. Mama, Papa und Louise bekommen Unterstützung, Ratschläge und Trost von verschiedenen Seiten. Louise hat mit Mama eine Verabredung getroffen, die ihr eine gewisse Sicherheit gibt. Für sie ist die Vorstellung, dass Menschen, wenn sie gestorben sind, zu Sternen werden sehr tröstlich, obwohl sie weiß, dass Sterne eigentlich kleine Planeten sind.

Realistisch und zugleich behutsam wird der Kampf gegen den Krebs und der Sterbeprozess der Mutter aus der Sicht des Kindes dargestellt. Die offene und die Kinder ernst nehmende Art der Auseinandersetzung ist überzeugend. Das Bild des Sterns kann trösten, weil es zeigt, dass die Verstorbene auch weiterhin einen Platz im Leben von Louise hat.

Karen-Susan Fessel
Ein Stern namens Mama
Oetinger 1999/2010 € 6,95
ab 10 Jahren