Vom Weinen kriegt man Durst

Joris geliebter Onkel Hugo ist unheilbar krank. Er wird sterben. Joris will es nicht glauben, Onkel Hugo wollte ihm doch zeigen, wie er der beste Torwart seiner Klasse werden kann. Er sieht auch gar nicht krank aus. Die Autorin benennt die Krankheit nicht, die erwachsenen LeserInnen wissen jedoch sofort, dass Onkel Hugo Aids hat. Eine Krankheit, die zunächst ein ständiges Auf und Ab im Wohlbefinden für Onkel Hugo bedeutet und am Ende zum Tode führt. Joris lernt mit Unterstützung seiner Mutter die Situation zu akzeptieren und Wege zu finden, mit seiner Traurigkeit, seiner Wut und den vielen Fragen umzugehen.

Mutter und Sohn weinen gemeinsam. Sie besuchen Onkel Hugo zu Hause und im Krankenhaus. Joris geht selbstverständlich mit zur Beerdigung. Seine Mutter hat ihm erklärt, was mit Onkel Hugo auf dem Friedhof passiert und was man machen kann, wenn die Tränen kommen – Bonbons lutschen. Sie trösten sich mit der Vorstellung, dass Onkel Hugo irgendwo weit weg ohne Schmerzen existiert und in ihrer Erinnerung lebendig bleibt.

Eine liebevolle Geschichte über das Thema Krankheit und Tod. Gut gefallen hat mir die Mutter/Sohn Beziehung

Anke Kranendonk
Saskia Halvmouw (Illustration)
Vom Weinen kriegt man Durst
Übersetzung
Andrea Kluitmann
Omnibus cbj 2000 € 4,90
ab 8 Jahren