Sieben Hamster

Es beginnt mit einem kleinen Loch, das zwar dunkel, aber ein warmes und sicheres Zuhause für sieben Hamstergeschwister ist. Ja, und dann werden die Hamster zu groß, das Loch zu klein und sie müssen hinaus in die Welt! Das Gejammer ist groß: Das schaffen wir nie – Unsere Ohren werden erfrieren – Ich will zurück - Wenn wir nur ein paar winzige Löcher hätten! Die sind dann doch schnell gefunden und über den Kopf gestülpt, für jeden eins. Damit fühlen sie sich sicher, bis auf den Kleinsten, dessen Loch ein Loch hat, was letztlich aber zum Vorteil ist, denn er kann etwas sehen. Auf geht’s!

Die LeserInnen haben natürlich längst bemerkt, dass sich die ganze Geschichte auf einem Schrottplatz abspielt, von einem Kettenhund bewacht, der zwar vorerst noch schläft, aber schon mal ein Augenlid hebt, als die Hamster erschrocken, aber mutig ein Hindernis nach dem anderen in Angriff nehmen. Bruder, was siehst du? Ich weiß nicht, ganz viel Wasser! Ah, das Meer (eine Pfütze)! Bruder, was siehst du? Ich weiß nicht, etwas Hohes, ah, ein Berg (ein Tisch). So geht es weiter bis zum Rand der Welt! Müssen sie über den Rand hinaus? Schaffen sie das? Ist es da sicher? Was siehst du, Bruder?...Bruder??.. Natürlich nimmt kein Hamster, der am Rand der Welt gestanden hat, es hin, dass der kleine Bruder in den Fängen einer Bestie steckt!

Beides, die witzigen Bilder und der pointierte Sprechblasen-Text, das i-Tüpfelchen der Bildergeschichte, machen großen Spaß. Gut gelöst, wie die LeserInnen den Hamstern immer ein Stück voraus sind und letztere doch liebenswert bleiben. Herrlich, wie die Geschwister ihren Bruder befreien und am Schluss fast an ihrem neuen Zuhause vorbei rennen: Halt!

Alexis Deacon
Viviane Schwarz (Illustration)
Sieben Hamster
Übersetzung
Uwe-Michael-Gutzschahn
Gerstenberg 2011 € 12,95
ab 3 Jahren