Jakob und das rote Buch

Jakobs Familie ist nicht wie andere Familien. Er hat eine leibliche Mutter, Kriseneltern, Pflegeeltern, einen Sozialarbeiter und „so ne komische“ Oma, bei der seine Schwester lebt.

Jakob erkundet das alles, nachdem seine leibliche Mutter wieder nicht zum Besuchstermin gekommen ist. Mit Hilfe seiner Pflegeeltern und des Sozialarbeiters füllt sich ein rotes Buch, Jakobs Lebensbuch, mit immer mehr Einzelheiten. Er lernt die Hebamme kennen, die ihn auf die Welt gebracht hat. Er besucht seine Kriseneltern und schießt Fotos in seinem alten Zimmer. Er trifft zum ersten Mal seine Schwester, die bei jener komischen Oma wohnt, die Jakob bisher auch nicht kannte.

„Jakob und das rote Buch“ ist zart mir kolorierten Bleistiftzeichnungen illustriert. Sie sind über die Seiten verstreut und haben etwas schwebendes, sie sind detailreich und gleichzeitig äußerst zurückhaltend. Auch sie tasten sich, wie Jakob selbst, an seine Geschichte heran. Das Buch schließt mit dem Anlauf zu einem neuen Besuchstermin. Vielleicht kommt seine Mutter dieses Mal?

Franz-Joseph Huainigg
Verena Hochleitner (Illustration)
Jakob und das rote Buch
Wiener Dom-Verlag 2012 € 14,90
für ältere Kita-Kinder und für die Grundschule